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Vortrag: Der Zustand der Welt und die Perspektiven [16.05.2007]

Gibt es einen neuen Kulturkampf, der sich heute in den Tiefendimensionen unserer Zeit eröffnet? Wenn ja - worin besteht er? Vor allem: Worin besteht die kulturelle Dialektik, die er, für die kommenden Jahrzehnte prägend, im Innern unserer globalisierten Kultur anregen wird? Und was bedeutet das für uns alle: in Alltag, persönlicher Grundorientierung, gesellschaftlichem Engagement?

Der große Kulturkampf des 21. Jahrhunderts ist insgeheim längst in Gang. Es ist der Kampf zwischen dem geistigen Erbe der europäischen „Postmoderne“ und der globalen „Renaissance der Religionen“. Was darunter genau zu verstehen ist, wird im Vortrag erläutert.

Der Kampf zwischen diesen beiden Tendenzen beeinflusst aus ideen- und kulturgeschichtlicher Sicht die Welt seit der politischen Wende 1989/91 immer stärker. Mit den Terroranschlägen des 11. September 2001 prallten beide Tendenzen zum ersten Mal, für alle Menschen der Welt symptomatisch sichtbar, äußerlich und öffentlich zusammen. Insofern kommt diesem unterschwelligen Kulturkampf grundlegender Charakter zu für das Verständnis der Gegenwart und der Zukunft.

Es stellt sich die Frage, wo die Zukunft liegen kann, wie dieser Kampf produktiv in eine dritte, integrative Position hinein aufgelöst werden kann, die das Beste aus beiden Seiten in sich integriert.

Roland Benedikter ist u.a. Mitarbeiter des „Instituts für Ideengeschichte und Demokratieforschung“ (Innsbruck), Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten und Autor sowie Herausgeber zahlreicher Publikationen (u.a. einer mehrbändigen Reihe über „Postmaterialismus“ des Wiener Passagen-Verlags).

Referent: DDr. Roland Benedikter 

Zeit: Mittwoch, 23. Mai 2007 - 18:15 bis 19:45 Uhr

Ort: UR1 der Sowi (Sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Universitätsstraße 15, Innsbruck


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