Vortrag: Die menschliche Seele: Brauchen wir den Dualismus? [25.04.2007]
Was ist der Mensch? Ein Körper, der aus Bausteinen besteht wie alles andere auch und naturwissenschaftlich vollständig erklärbar ist? Manche bejahen dies. Sie deuten den Menschen, seinen Geist und sein Handeln physikalistisch. Der Aufschwung und Erfolg von Biologie, Chemie und Physik hat diese Sicht in den letzten Jahrzehnten sehr gefördert. Physikalisten stehen Dualisten gegenüber. Ihnen zufolge besteht der Mensch aus einem physischen Körper und einer nicht-physischen Seele. Der wesentliche Teil des Menschen sei die Seele. Dualistische Ansichten über den Menschen waren bis vor kurzem in schlechtem Ruf. Die Cartesianische Tradition sei absurd, peinlich und bankrott, so hieß es. In neuester Zeit begannen aber namhafte analytisch gesinnte Denker wieder, dualistische Deutungen der menschlichen Person zu vertreten. Im Vortrag werden diese neuen Tendenzen vorgestellt und diskutiert. Wie kommen diese neuen Dualisten zur Auffassung, dass die Annahme der Existenz der Seele unverzichtbar sei? Der Titel dieses Vortrags bezieht sich auf ein Buch, das der Vortragende (wiss. Mitarbeiter am Institut für Christliche Philosophie, Innsbruck) zusammen mit Prof. Edmund Runggaldier herausgegeben hat. Referentin: Dr. Bruno Niederbacher Zeit: Mittwoch, 02. Mai 2007 - 18:15 bis 19:45 Uhr Ort: UR1 der Sowi (Sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Universitätsstraße 15, Innsbruck |